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BRM
PRESSEMITTEILUNG


Berlin/Erkner, 23.November 2018


PV Bürgerenergie in Gefahr!

Die geplanten Photovoltaik- Kürzungen bringen die Energiewende und damit die Bürgerenergie in Gefahr

Mit dem vom BMWi eingebrachten Entwurf des Energiesammelgesetzes soll völlig überraschend und ohne vorherige parlamentarische Diskussion, eine 20%ige Absenkung der EEG Vergütung von Photovoltaik(PV)-Anlagen ab 40 kWp, als politischer Schnellschuss in nur 3 Wochen verabschiedet werden.

Für uns ist die völlig unbegründete 20-prozentige Senkung des EEG für PV, die Folge der massiven der Lobbyarbeit der Energieversorgungsunternehmen(EVU) mit dem Ziel, die Gewerbe- und Eigenstromversorgung zu stören. Die EVU sehen die 38% Erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch in Deutschland in diesem Jahr als Wettbewerb zu ihren alten, abgeschriebenen, fossilen Kraftwerken. Der einzige Weg, aus ihrer Sich,t ist, die Beschneidung des EEGs und damit das Abwürgen von Bürgerenergieanlagen zur Stromversorgung. Das darf aber eine Bundesregierung nicht als Motivation zu einer Gesetzesänderung nehmen!

Der vom BMWi Experten aufgeführte Grund, die Solarmodulpreise seien um 20 % gesunken, somit liegt derzeit eine 2o%ige Überförderung vor, übersieht, dass die Kosten einer Solaranlage nur zu 30 % vom PV Modul bestimmt wird.

Richtig ist, dass die Solarmodule nach dem Ende des Anti-Dumping-Zolls, Anfang September des Jahres, um ca. 15-20% im Preis gefallen sind, was aber wiederum eine Kostenreduktion von nur 50-75 EUR/kWp gebracht hat. Auf die Gesamtkosten der PV-Anlage bedeutet dies 5,5% bis maximal 8,5% Kostenreduktion, aber keine 20% Überförderung.

Eine Überförderung ist derzeit nicht vorhanden. Eine Begründung, dass die Module günstiger geworden sind, wird schon dadurch neutralisiert, dass die Langzeitzinsen steigen.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass, wenn man die Preisreduktion in den Solarmodulen als Überförderung ansieht, die EEG-Umlage maximal um 8,5% einmalig gesenkt werden dürfte, um eine Mindestverzinsung des Eigenkapitals wie oben beschrieben von 3% internen Zinsfuß bei den aktuellen KfW-Langzeitzinskosten zu erreichen.

Jede EEG-Kürzung über die 8,5% hinaus bedeutet, dass KEINE PV-Dachanlagenprojekte mehr realisiert werden.

Gefallene Zinsen und teilweise gesunkene Zubehörpreise, haben es PV Betrieben, gerade im vergangenen Jahr ermöglicht, wieder den Break-Even im PV-Investitionsgeschäft bei PV-Dachanlagen zu erreichen. Es wurden, insbesondere für Schulen, Gemeinden, Kirchen, Krankenhäuser und Gewerbebetriebe, viele neue hochinnovative Eigenstromversorgungskonzepte und Technologien entwickelt und damit der deutschen Solarwirtschaft neue Impulse gegeben.
Erstmalig sind nach 6 Jahren der Stagnation neue, qualifizierte Arbeitsplätze im PV Bereich entstanden. Das EEG und seine derzeitigen PV-Vergütungen reichen derzeit gerade, um bei 30 % Eigenkapital, 70 % Kredit von der Bank für eine Finanzierung zu erhalten. Durch das EEG wird derzeit der Kredit weitestgehend besichert. Der Eigenkapitalinvestor erhält seine Rendite erst nach den üblichen 18 Jahren Bankfinanzierung.

Beispiel: Wenn bei einer 200 kWp Schul- oder Gewerbe-PV-Anlage die EEG-Vergütung um 20 % gesenkt wird, steigt das Eigenkapital auf über 75 %. Die Projekte tausender Energiegenossenschaften werden unrentabel und somit für Mittelstandsunternehmen nicht mehr finanzierbar.

Damit ist auch das Ausbauziel der Bundesregierung von 2,5 GW Zubau pro Jahr nicht mehr erreichbar –das BMWi hat richtig erkannt, dass die PV-Dachanlagen einen wesentlichen Anteil an dem erstmaligen Erreichen des Ausbauziels seit mehr als 6 Jahren haben. Ohne die Dachanlagen im gewerblichen und kommunalen Bereich von 40-750 kWp werden in 2019 aus unserer Sicht nicht mehr als 1,5 GW zugebaut werden. Daran ändern auch die zaghaften Sonderausschreibungen nichts, die im Energiesammelgesetz beschlossen werden sollen.

"Bei 20% EEG-Vergütungssenkung stoppen sofort alle Bürger ihre PV-Investitionen. Die politisch gewollten Dachsolaranlagen zur Eigenenergieversorgung von Privathäusern, Firmen und die Versorgung der Elektroauto, Lastwagen und Busse, wird durch den Bürger nicht mehr möglich", so Martin Tauschke, Geschäftsführer BRM.

"Wir brauchen dringend verantwortliche Abgeordnete die politisch einschreiten und diese bürgerfeindliche Politik beenden! Es ist doch wirklich kein Wunder das CDU/CSU und SPD an Zuspruch verlieren, wenn sie direkt gegen Millionen von Energiewende-Befürwortern, grundlos politisch falsche Entscheidungen treffen", erklärt Peter Schrum, Präsident BRM.



Der BRM Bundesverband Regenerative Mobilität e.V.

Gegründet wurde der BRM (Bundesverband Regenerative Mobilität e.V) in 2004, damals noch als BBK (Bundesverband Biogene & Regenerative Kraft- und Treibstoffe e.V.)
Langfristiges Ziel des BRM ist das Erreichen eines 100 %igen Anteils von erneuerbaren Energien am gesamten Primärenergieverbrauch Deutschlands. Zur Erreichung dieses Ziels wird die technologieoffene Förderung der Mobilität aller Bereiche der erneuerbaren Energien unterstützt.
Für die Herstellung und Markteinführung biogener und regenerativ erzeugter Kraft- und Treibstoffe wird die Verbesserung der bestehenden Rahmenbedingungen erwirkt.

Unter Integration bestehender Strukturen wird der BRM aktiv die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Energiewende mitgestalten. Dazu unterstützt er
• alle Kraft- und Treibstoffe für den PKW-, LKW-, Schwerlasttransport-Bereich incl. Schiffs- und Bahnverkehr, die Luftfahrt sowie Leichtfahrzeuge, die auf der Basis von erneuerbaren Energien erzeugt wurden;
• neue Mobilitätskonzepte und Erschließung weiterer Ausbaupotenziale auf der Basis neuer Energieträger;
• den Aufbau der Infrastruktur und die Umgestaltung der Zulieferindustrie, wie sie für die Umstellung auf erneuerbare Energien im Transportwesen erforderlich sind;
• die Schaffung technischer Voraussetzungen für umfassende regenerativ-basierte Mobilität;
• vernetzte Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Umwandlungsketten bis zur möglichst ausschließlichen Nutzung erneuerbarer Energien in allen Transportarten.
Der BRM ist als Investitions- und Marketingplattform für alle Bereiche der Mobilität, die auf erneuerbaren Energien basieren, aktiv an ihrer Markteinführung und der wirtschaftlichen Umsetzung durch politische Lobbyarbeit und direkte Unterstützung in der Realisierung beteiligt.

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